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  Michael Faust begann seine Ausbildung in seiner Heimatstadt Köln bei Cäcilie Lamerichs und führte sie später in Hamburg bei Karlheinz Zöller und in Basel bei Auréle Nicolet fort. Neben nationalen wie internationalen Preisen erhielt er als erster deutscher Musiker den angesehenen 'Pro Musicis-Award 1986' in New York. Solokonzerte führten ihn seitdem in nahezu alle Länder Europas, nach Nord- und Südamerika, durch Afrika sowie nach Japan. Den Dirigenten Lorin Maazel "beeindruckte Michael Faust durch seinen großen, blühenden Ton und durch seine ausgesprochene Musikalität", der Dirigent und Komponist Gunther Schuller schrieb: "Selten trifft man auf solch einen reinen Tonglanz, Farbenreichtum und technische Überlegenheit. Es ist eine Freude, ihn spielen zu hören!"

Seine Laufbahn als Orchestermusiker führte ihn mit nur 20 Jahren als Solo-Flötist an das Orchestra di Santa Cecilia in Rom, später an dieser Position zum Hamburger Philharmonischen Orchester und den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache. Seit1988 hat er die Stelle des Soloflötisten beim WDR Sinfonierorchester Köln inne.
Michael Fausts pädagogisches Engagement wird durch viele Meisterkurse dokumentiert, die er in Europa, Südamerika, Japan und den USA gibt. An der Musikhochschule Düsseldorf erhielt er auf Grund langjähriger Lehrtätigkeit eine Honorarprofessur. Außerdem war er mehrere Jahre lang Dozent bei der 'European Mozart Foundation' in Prag und Warschau.

Mehrere Komponisten schrieben Werke für Michael Faust oder das von ihm gegründete "Ensemble Contrasts Köln", so u.a. York Höller, Manfred Trojahn, Heinz-Martin Lonquich, Bojidar Dimov oder Gunther Schuller. Dies und die Teilnahme an Festivals wie 'Darmstädter Tage für Neue Musik' zeigen sein großes Engagement für die Zeitgenössische Musik. Er regte ein neues Werk Mauricio Kagels an, das den Titel trägt "Das Konzert", da es sich um das erste Solokonzert aus der Feder des großen argentinisch-deutschen Komponisten handelt. Die Uraufführung im Rahmen der Ruhr-Triennale am 2.Oktober 2003 an der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg fand bei der Presse einhellige Zustimmung(Kritiken)
. Für die Frankfurter Allgemeinen "brilliert Faust hochvirtuos", die Süddeutsche Zeitung nennt den Solisten "bravourös", für das "Online Musik Magazin" wurde Das Konzert "zum Triumph für den exzellenten Flötisten Michael Faust"

Im Jahr 2009 führte Michael Faust mit "seinem Orchester", dem WDR-Sinfonieorchester Köln unter Semyon Bychkov in der Philharmnonie Köln das ihm gewidmete Flötenkonzert des lettischen Komponisten Peteris Vasks ur-auf.

Höhepunkte seiner Karriere waren Aufführungen von Iberts Flötenkonzert mit dem Moskauer Radio-Symphonieorchester unter Vladimir Fedossejev, Aufführungen von Gunther Schullers Flötenkonzert mit dem Saint Louis Symphony Orchestra und einem Rezital im Kammermusiksaal der New Yorker Carnegie-Hall. Michael Faust bestritt Solokonzerte u. a. an so verschiedenen Orten wie der Kölner Philharmonie (u.a. Gunther Schullers Flötenkonzert mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln unter Hans Vonk und 2005 "Das Konzert" von Mauricio Kagel mit dem Guerzenich-Orchester unter Markus Stenz), der Kioi-hall in Tokyo, dem 'Teatro Amazonas' in Manaus und in Spokane, USA, wo er jährlich Gast beim 'Northwest Bach Festival' ist. Michael Faust trat neben einer Reihe von Kammermusikkonzerten mit dem "Ensemble Contrasts Köln" u.a. mit der deutschen Erstaufführung des Konzertes für Flöte und Orchester (Klezmer Rondos) des amerikanischen Komponisten Paul Schoenfield und mehreren Konzerten mit Mauricio Kagels Flötenkonzert auf und spielte u.a. 'Halil' von Leonard Berstein mit dem WDR Sinfonieorchester Köln unter Leitung von Carl St.Clair.

(Schauen Sie auch zum "Zephyr Bläserquintett" in (Kritik) und einer Wiederauffuehrung des Floetenkonzertes von John Corigliano (Kritik Bochum)

Neben einer großen Reihe von Produktionen für Rundfunk- und Fernsehstationen in ganz Deutschland, Frankreich, den USA und Japan, nahm Michael Faust, nach einer ersten Schallplattenaufnahme mit dem Pianisten Alexander Lonquich, 1990 das Werk 'El Cimarrón' von Hans-Werner Henze auf. Seitdem erschienen eine Vielzahl CD-Einspielungen mit Werken aus allen Epochen, so bei 'GM Recordings' in Boston drei CD's mit Werken der Epoche Bach bis Mozart, die Michael Faust mit dem Cembalisten und langjährigen Duo-Partner Ilton Wjuniski in den USA einspielte, wo auch die Aufnahmen zu seiner CD mit Sonaten von César Franck und Sergej Prokofjev enstanden. Mit dem 'Ensemble Contrasts' engagiert sich Michael Faust besonders in der Neuen Musik, was z. B. eine bei cpo erschienene, ausschließlich Elliott Carter gewidmeten CD dokumentiert. Mit dem WDR-Sinfonieorchester Köln unter Serge Baudo und Alun Francis nahm er u.a. Konzerte für Flöte und Orchester von J.Ibert, C.Nielsen und L.Bernstein auf (Capriccio). Diese Aufnahme fand bei der internationalen Kritik besonderen Anklang. Das in England erscheinende Magazin "Gramophone" bezeichnet Michael Faust "a splendid flautist and artist", "Fono Forum" nennt ihn einen "profilierten Solisten", die französische "La Traversiere" einen «interprète a découvrir».
Im Jahre 2011 gründete Michael Faust den Verein InterArtes, der das Projekt "Gargonza Arts" durchführt, bei dem Preise und Stipendien an junge, hochbegabte Künstlerinnen und Künstler verschiedener Kunstdisziplinen vergeben werden. Die Preisträger leben und arbeiten interdisziplinär für einige Monate auf dem "Castello di Gargonza" in der Toskana.
 
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