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| 24.08.2010 - 23:47 |
| | Ich werde in letzter Zeit öfters gefragt, ob es eine Aufnahme von Vasks-Flötenkonzert gibt. Die Aufnahme der Uraufführung (Januar 2009) ist unter Vasks Flötenkonzert zu hören.
Eigentlich sollte es kein Problem sein, es herunterzuladen.
Viel Glück! Ich wäre trotzdem froh zu erfahren, wer es sich herunterlädt. Danke!
Michael Faust |
| | [1638 Kommentare] |
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| 25.04.2010 - 22:14 |
| | WILLKOMMEN auf meiner Website!
Einige Besucher dieser Seite wundern oder ärgern sich, dass sich seit geraumer Zeit keine neuen Zeilen lesen lassen, ich nicht "abgedated" habe. Nun soll dies geschehen. Es soll hier keine Autobiographie entstehen, so werde ich mehr und mehr von Zukünftigem oder besonders Aktuellem schreiben als von Vergangenem.
Meine drei Berufsteile ('freier' Musiker, Angestellter des WDR-Sinfonieorchesters und Lehrender an der http: Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf) sollen hier alle besprochen werden.
Dieses Jahr 2010 ist zum einen geprägt von Aufnahmen und Produktionen:
da war im Januar die Aufnahme (für den WDR) von "Tempus Loquendi" von Bernd Alois Zimmermann, eines der Zentralstücke für Flöte solo im 20. Jahrhundert - nur so schwer, dass es sehr selten zur Aufführung kommt - und die Einladung von Harry Vogt vom WDR - Neue Musik - hat mir sehr geschmeichelt, besonders da er nach meinem anfänglichen Zögern und Negieren fast fünf (!) Jahre auf die Produktionstage gewartet hat. Ich bin, wir sind alle sehr gespannt auf das geschnittene Ergebnis der zwei Tage Aufnahmearbeit!
Die Einladung von Patrick Gallois (er diesmal nicht als Flötist sondern als Dirigent) mit ihm die Flötenkonzerte von Mauricio Kagel und Peteris Vasks, die beide für mich geschrieben wurden und das letztere sogar mir gewidmet ist, aufzunehmen und die Zusage des Naxos-Verlages diese Aufnahmen in zwei neue CD's zu verwandeln, hält mich nun sehr in Atem (wahrlich und wirklich!) Patrick lud mich darüber hinaus ein, in einem Konzert seines Orchesters in Jyväskylä, Finnland Jyväskylä_Sinfonia das Kagel-Konzert öffentlich zu präsentieren und damit die Finnland-Premiere des Konzertes zu spielen. termine
Beiden Konzerten folgt natürlich jeweils ein zweiter Teil, im Falle der Kagel-CD ist es eine Zusammenstellung der Werke für Flöte, die er selber mit mir kurz vor seinem Tode 2008 besprach, die Vasks-CD wird mit den Solowerken für Flöte vervollständigt, von denen zweie bisher noch nicht auf Tonträger erschienen sind. Die Kammermusikaufnahmen werden jeweils beim WDR aufgenommen, was für mich das Jahr über Aufnahmen bedeutet.
Das Konzerte-spielen kommt dabei aber nicht zu kurz, wenn es auch naturgemäß weniger ist als in vergangenen Jahren: sogleich nach dem Konzert und den Aufnahmen in Finnland spiele ich am 10.Mai das Flötenkonzert G-Dur KV 313 von W. A .Mozart in Reutlingen mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen WPR
Das WDR-Sinfonieorchester Köln des WDR bekommt einen neuen Chefdirigenten: Jukka-Pekka Saraste aus Finnland! Die 12 Jahre mit Semyon Bychkov waren sehr bewegte, abwechslungsreiche Jahre, mit vielen großen Reisen, hochinteressanten Projekten wie Aufnahmen und Produktionen und in den letzten Jahren immer mehr neuen Werken großer und interessanter Komponisten ((wie für mich natürlich die Uraufführung des Flötenkonzertes von Peteris Vasks im Jahr 2009). Nun beginnt eine "neue ära", auf die wir sehr gespannt sind und uns freuen!
Aber zuerst wird es mit Semyon Bychkov noch ein sehr großes Projekt geben: die Europäische Erstaufführung des Werkes "Where The Word Ends" des amerikanischen Komponisten Gunther Schuller. Dieses Werk, uraufgeführt vom Boston Symphony Orchestra unter James Levine, wird vom WDR Sinfonieorchester u.a. bei Bychkovs letztem Abo-Konzert als unser Chefdirigent in Köln und bei den Proms in London aufgeführt.
Dieses Jahr bin ich in besonders vielen interessanten Kommissionen tätig: in der Musikerkommission des DAAD, in der ich schon einige Jahre bin und die ausländischen wie deutschen Studierenden zu Jahresstipendien verhilft, die Studienstiftung des Deutschen Volkes, die hochkarätigen jungen Musikern und Musikerinnen Studienstipendien vergibt sowie die Vorauswahl des ARD-Wettbewerbes: alles spannende und hochinteressante Sitzungen, in denen wir teilweise fantastische Leistungen hören und bewerten dürfen!
Ich würde mich also freuen, von moeglichst Vielen eine Zuschrift auf mfaust@post.de kontakt zu erhalten.
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ältere Nachrichten
Nach diesem Schmaus der alten Musik gab es für mich zwei Wochen der Vorbereitung auf zwei Konzerte, die nicht gegensetzlicher hätten sein koennen: zum einen Mozarts G-Dur-Konzert in Neubrandenburg, an seinem 250.Geburtstag, mit den dortigen Philharmonikern unter ihrem Chef und mitlerweile meinem engen Freund Stefan Malzew,zum anderen die deutsche Erstaufführung von John Corigliano: Pied Piper Fantasy, die Geschichte des Rattenfängers von Hameln, das 2 Tage später in Bochum als Kinderkonzert aufgeführt wurde. In diesem Konzert, geschrieben 1982 für Sir James Galway und in der ganzen Welt aufgeführten Stück, spielt der Solist neben einer recht virtuosen und schwierigen Partie auf der Querfloete zum Abschluss auf der irischen "Tin-Whistle" mit den Kindern, die er dann mit dieser aus dem Saal entführt. (siehe Kritik)
Eine neue Freundschaft, von der ich berichten moechte, ist bei einem Konzert in Reutlingen entstanden: mit den Reutlinger Philharmonikern führte ich im Oktober 05 das Floetenkonzert von Einoujuhani (lies: I know you, honey) Rautavaara statt. Dirigent war Stefan Solyom, zu dem es während der Proben- und Konzerttage zu einer sehr herzlichen Nähe kam. Kritik
Auch traurige Nachrichten muss ich hier veroeffentlichen. Die für uns Floetisten schwerste dieser schwarzen Nachrichten war der Tod des großen Floetisten und Lehrers Karlheinz Zoeller, bei dem ich die Freude hatte studieren zu koennen. Zoeller starb nach langer schwerer Krankheit im August, in den letzten Jahren wunderbar begleitet von seiner zweiten Frau Anna-Luise und seiner neuen Familie. Er hatte das große Glück, in diese Familie hineingeheiratet zu haben, die ihm in seinen späten Jahren noch Kinder und Enkelkinder schenkte, die er sehr liebte und die ihn sehr liebten. Er hat dieses als ein riesen Glück empfunden. Karlheinz Zoeller wurde unter großer Anteilnahme seiner Verwandten, ehemaligen Schüler und Kollegen der Berliner Philharmoniker und Hochschule in Berlin beigesetzt.
Im März 2005 hatte ich drei Konzerten mit den Dortmunder Philharmonikern: Mozart, D-Dur-Konzert. Es war ein sehr schoenes Erlebnis - wer dabei war, als Mitspieler im Orchester oder als Zuhoerer - kann dies bestätigen: die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten Uriel Segal war sehr schoen und produktiv. Für diejenigen, die nachlesen moechten, habe ich die überwältigenden Kritiken in den presse -link gestellt. Viel Spaß beim Lesen!
Wer in dem termine-link etwas blättert, wird auf einen Namen stoßen, der - für meine alten Freunde wohlbekannt - in meiner Jugend eine sehr große Rolle gespielt hat: Alexander Lonquich. Mit Alexander verbindet mich eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit - wenn wir eben dieses 'Spiel' als 'Arbeit' bezeichnen -, die mit ca 15 Jahren begann und hielt, bis Alexander sich auf Dauer in Italien ansiedelte, also ungefähr 10 Jahre lang. In diesen Jahren spielten wir viele Wettbewerbe (besonders Jugend Musiziert 1977, der mit dem Bundespreis gekroent wurde) und Konzerte zusammen und nahmen eine der ersten LPs für die Reihe 'Primavera' des Deutschen Musikrates auf. Nun gab es ein Wiederhoeren: am 10.April 2005 spielten wir auf Einladung des Ehepaares Diels in der Kirche Buschbell in Frechen. Es war ein wundervolles Konzert!
Vorher, im Februar, war ich in einigen Städten Japans mit der Pianistin Harumi Yoshida aufgetreten, mit der ich schon des oefteren dort aufgetreten bin.
Im Oktober ging es weiter mit Mozart G-Dur und C-Dur-Konzerten mit dem Württembergischen Kammerorchester unter Ruben Gazarian und der Harfinistin Silke Aichorn. ( - Nach einer 'Pause', in der ich bis Weihnachten als Solofloetist des WDR Sinfonieorchesters nahezu alle "Dienste" spiele, führte das Gürzenich-Orchester unter ihrem Chef Markus Stenz Das Konzert von Mauricio Kagel auf, eine Zusammenarbeit und ein Konzert, auf das ich besonders stolz bin!
Die "Matinee" im Concertgebow zu Amsterdam - ein spezielles Erlebnis!
Jeder der dabei war, wird mir beipflichten: dieses Konzert werden wir alle so schnell nicht vergessen! Am Donnerstag, also zwei Tage vor dem Konzert, wurde dem Orchester, dem "Radio Symfonie Orkest" Hilversum eroeffnet, dass es "abgewickelt", also aufgeloest werden wird. Der Schock saß tief! So sehr, dass das gesamte Konzert, die auch für das Orchester wichtige "Matinee" in Frage gestellt wurde. Gut, dass die positiven Stimmen überwogen. Es wurde ein Programm zu einem "Protestkonzert" zusammengestellt, bei dem vom ursprünglichen Programm nur noch das Schuller Floetenkonzert übriggeblieben war.
Als eine "Botschaft" an alle Beteiligten spielte ich außerdem zwei "Incantations" von Andre Jolivet: "Pour une communion sereine de l'être avec le monde" und als Hinweis auf die kommenen Auseinandersetzungen "Pour accueillir les négociateurs - et que l'entrevue soit pacifique."
Von Orchesterseite wurde mir bestätigt, dass diese Aufforderung Jolivets durchaus angekommen sei und ernst genommen werde. Wir sind nun alle gespannt darauf, was weiterhin mit dem Radiosinfonieorchester Hilversum geschieht und die Verantwortlichen die Wichtigkeit dieses Klangkoerpers bewusst werden und sie es nicht wegen der für einen Staatshaushalt doch eher lächerlichen 6,5 Mio Euro Einsparung wirklich schließen!! (nachtr. Bemerkung: das Orchester ist mitlerweile in den anderen Klangkoerpern des "omrup"-Radios Hilversum aufgegangen: dem Philharmonischen- und dem Kammerorchester)
Nun aber hat sich noch etwas Neues ergeben: der Komponist York Hoeller, den ich schon seit langer Zeit bedrängte mir ein Stück zu schreiben, hat nun ein Werk für Solofloete fertiggestellt mit dem Titel "Scan", das er mir widmete. Die Uraufführung dieses neuen Stückes war am 11.März 2004 um 20:00 Uhr in der Berliner Akademie der Künste anlässlich der Vorstellung eines Buches über den Komponisten. Es ist ein 10-minütiges Werk für Floete im Wechsel mit Altfloete, ein sehr 'starkes' Stück Musik.
Schauen Sie mal in den termine-Link: Vielleicht ergibt es sich, dass Sie bei dem einen oder anderen Konzert in der Nähe sind.
Allen an meiner pädagogischen Arbeit Interessierten sei ein Blick auf die Seite der kurse/studium empfohlen. Dort stehen meine Düsseldorfer Unterrichtszeiten, wie die angebotenen Kurse.
Viel Spaß beim surfen!
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| 20.07.2003 - 09:38 |
| | Mauricio Kagel DAS KONZERT
für Soloflöte, Harfe, Schlagzeug und Streicher (2001/02)
Michael Faust erzählt:
DAS KONZERT ist Mauricio Kagels erstes "Konzert" für ein Solo-Instrument mit Orchester.
Bei dem Gespräch, das ich 1997 mit Mauricio Kagel wegen der Möglichkeit eines Auftrages führte, bat ich ihn, für mich ein "Stück für Soloflöte und Streicher, und vielleicht noch einem oder zwei anderen Instrumenten" zu schreiben. Kagels Antwort und Standpunkt war folgender: Zwar habe er bereits ein "Konzertstück" für Pauken und Orchester geschrieben, sich aber bislang geweigert, ein "Konzert" zu schreiben. Aber bald danach jedoch ergab sich die Möglichkeit, einen der "Lebensträume" Mauricio Kagels zu verwirklichen: die Inszenierung einiger seiner konzertanten Werke auf die Bühne zu bringen.
Die Komposition - sein erstes wirkliches Instrumentalkonzert - wurde im Mai 2002 fertig, obwohl die Uraufführung erst für den Oktober 2003 anberaumt war. Kagel stellt seine Kompositionen gerne frühzeitig fertig, um den Interpreten eine angemessene Einstudierungszeit zu ermöglichen. Diesmal aber, wohl auch wegen der Besonderheit des gesamten TheaterKonzert - Projektes, wurde er extrem früh fertig und schickte mir sogleich eine Kopie seiner Partitur zu. Mir fiel schon beim ersten Durchblättern das Besondere dieser Komposition auf, zugleich aber auch die Schwierigkeiten der Spielbarkeit: die Textur der Flötenbehandlung war so konzipiert, dass sie kaum über die Mitte der dritten Oktave hinaus ging. Bei unserem ersten Hör-Treffen im Januar 2003 war ich dann ganz stark beeindruckt von Kagels Offenheit einigen meiner Vorschlägen als Interpreten gegenüber. Bei diesem Vorspielen der Solostimme und folgenden Proben mit Klavier, sowie später mit Orchester, entwickelte sich eine produktive Zusammenarbeit in einer vertrauensvollen Atmosphäre, die ich in der Spannung von Ernsthaftigkeit und Humor als einzigartig empfand.
DAS KONZERT ist ein Werk "in einem Guss" ohne Satzpausen von etwa 27 Minuten Länge, in dem Mauricio Kagel den Flötisten mehrmals zwischen Großer Flöte und Altflöte wechseln läßt und zum Abschluss auch das Piccolo zum Einsatz kommt. Das Stück erfordert, neben einer gehörigen Portion Virtuosität, ein Höchstmaß an Klangreichtum von den Flöteninstrumenten, wobei auch die Singstimme während des Spielens benutzt wird. Als besonders reizvoll empfinde ich das Zusammenspiel mit Harfe und Schlagzeug. Durch die oftmals parallele Führung der drei Instrumente, beziehungsweise der Instrumentgruppe Schlagzeug, erhalten viele Passagen einen durchaus konzertierenden, kammermusikalischen Charakter.
Auch die Streichorchesterbehandlung scheint mit sehr geprägt von der Absicht, unterschiedlichste Klangfarben fast ohne jeglichen Einsatz außergewöhnlicher Spieltechniken von selbst entwickeln zu lassen.
Eine Besonderheit dieses Solo-Konzertes ist, dass sich eine "Kadenz" im klassischen Sinne in dieser Komposition nicht findet - eher zwei "Anti-Kadenzen", ein typisch Kagelscher Ironiezug, durch den er sich und seiner der Gattung "Konzert" anfänglich ablehnenden Haltung gegenüber treu geblieben ist.
Erste Reaktionen auf die Uraufführung des Werkes können Sie unter Kagel, Das Konzert finden. |
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